Ein Waldorf-Musik-"Lehrplan", der keiner ist

Es gibt keinen Waldorf-Lehrplan, auch wenn dies leider immer wieder behauptet wird; es gibt nur eine anthroposophische Menschenkunde, anhand derer sich jeder Waldorflehrer seinen Lehrplan aus den konkreten Gegebenheiten heraus selbst konzipieren muss. Alles, was Rudolf Steiner allgemein-menschenkundlich wie auch konkret methodisch-didaktisch gegeben hat, ist als Anregung, nicht als Anweisung zu verstehen, als Hilfestellung, um das Wesen der Kinder, die vor einem sitzen, überhaupt verstehen zu können und daheraus einen Instinkt zu entwickeln, ihnen das, was sie brauchen (vor allem: wie sie es brauchen), „von den Augen abzulesen“ – denn sie können es in aller Regel noch nicht selbst formulieren.
     Dies kann nur mein Musikkonzept sein, ohne Anspruch auf „Allgemeingültigkeit“; auch innerhalb desselben sehe ich enorme Variationsmöglichkeiten (will allerdings nicht verschweigen, dass ich bezüglich dieses Konzeptes von Kollegen schon zu hören bekam, hier seien endlich die wesentlichen Punkte einmal prägnant zusammengefasst, wie sie es sonst nur selten erfahren hätten). Keine neue Richtung will ich hiermit begründen, sondern lediglich innerhalb des großen Umbruchs Anregungen geben, Wege aufzeigen...

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