Das Ereignis Rudolf Steiner im Lebenswerk von Sigurd Böhm und Judith von Halle

Andreas Delor: „Das Ereignis Rudolf Steiner im Lebenswerk von Sigurd Böhm und Judith von Halle“,
Verlag Ch. Möllmann, ISBN 978-3-89979-288-1

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Was haben Sigurd Böhm und Judith von Halle miteinander gemein? Gar nichts, sollte man meinen. Allein diese Zusammenstellung „spottet jeder Beschreibung“; ein „Mix aus Feuer und Wasser“ ist nichts dagegen. Judith von Halle erscheint mir in ganz bestürzender Weise als extremes Gegenbild zu Sigurd Böhm, das zeigt sich bereits in der alleräußerlichsten Geste: der messerscharfe Denker Böhm, dem keiner intellektuell gewachsen war, teilte ständig kräftig nach allen Seiten aus, die stigmatisierte und hellsichtige Judith von Halle steckte ständig ebenso kräftig von allen Seiten aus ein.
So sehr sie aber wie Feuer und Wasser zueinander stehen, treffen sich Böhm und v.Halle doch in einem Punkt: der konkreten Erfahrung und Beschreibung des unfassbaren „Ereignisses Rudolf Steiner“, wie Karl Ballmer dies wohl als Erster charakterisiert hat, der in dieser Schrift ebenfalls zu Wort kommt.
Ich erlebe Judith von Halle in jeglicher Hinsicht als kein bisschen weniger „frag-würdig“, „be-denk-lich“ oder „eigen-artig“ als Sigurd Böhm – mit Bedacht habe ich sie hier ihrem geistigen Antipoden gegenübergestellt und man wird sehen, dass der Fluss der in dieser Schrift zunächst an Böhm und die „Philosophie der Freiheit“ anknüpfenden Darstellung quasi automatisch zu ihr – sowie überhaupt zum „Neuen Hellsehen“ und „Schauen des Christus im Ätherischen“ – hinführt.

Inhalt:
Vorbemerkung zu Sigurd Böhm und Judith von Halle / Enfant terrible Sigurd Böhm / ...dass der Denkende das Denken vergisst, während er es ausübt… / Das „Tor des Todes“ / Zwei Wege zur Anthroposophie / Das Tor der Geburt / Rudolf Steiners Wiederkehr / Die zweite Kreuzigung Christi / Neues Hellsehen und ätherisches Christus-Schauen / Enfant terrible Judith von Halle / Das Ereignis Rudolf Steiner nach Judith von Halle / Die Vita von Sigurd Böhm und Judith von Halle.

Zwei kurze Reaktionen auf dieses Buch:
„Meine anfängliche Begeisterung beim Lesen dieses Buches hat sich durchgezogen bis zur letzten Seite. Man kommt Andreas Delor als Leser durch den persönlichen Bekenntnischarakter nahe, der sich durch das Buch zieht und es genau deshalb so wertvoll wie angreifbar macht: man fühlt sich angesprochen, weil es so persönlich ist – es ist der Gang durch die Ohnmacht, den Nullpunkt, das Nadelöhr –, dass es schon wieder unpersönlich wird, und angegriffen, wenn der Leser den Gang durch den Nullpunkt eben nicht vollzieht. Abgesehen davon ist das Buch für den, der den Autor zerlegen möchte, allein schon wegen des oft provozierenden Stils ein gefundenes Fressen.
Etwas problematisch erlebe ich immer noch den Untertitel. Zum einen, weil im Zentrum der Auseinandersetzung Andreas Delors persönliche Begegnung mit dem „Ereignis Rudolf Steiner“ steht (welches allerdings, wie man erfährt, Sigurd Böhm angestoßen hat) und zweitens, weil es mir bedenklich erscheint, von dem „Lebenswerk“ eines Menschen (Judith von Halle) zu sprechen, das noch längst keinen Abschluss gefunden hat. Im Verhältnis und durch die Erwähnung im Untertitel ist die Betrachtung Judith von Halles, finde ich, auch etwas kurz ausgefallen. Dennoch kann ich die Entstehung des Untertitels nachvollziehen – hätte spontan auch keine bessere Idee.
Insgesamt jedoch kann ich nur sagen, dass es ein großartiger Weg ist, den man mit dem Lesen des Buches geht, kurz: ich bin froh, dass es in der Welt ist und die Dinge einmal ehrlich und aufrichtig, persönlich und existentiell gesagt werden, die des Aussprechens dringend bedürfen. Das sage ich als „Nichtböhmianerin“, aber als jemand, die durch dieses Buch Böhms durchglühte, "machtvolle" Persönlichkeit dennoch wie in sich erleben kann.“ (Jeanette Adamczik)

Und:
„Ein gelungenes Werk! Ich habe dies Buch mit großer Anteilnahme gelesen, es ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite (wobei diese meine Worte natürlich das Wesentliche überhaupt nicht treffen). Ich habe es so gern gelesen, weil ich Andreas Delor dabei gehört und gesehen habe. Vieles, was vielleicht provokant wirken kann, verlor seine Schärfe, weil ich immer den Menschen, der das schreibt, gesehen habe. Ein sehr persönliches Werk, daher auch nachvollziehbar, in sich stimmig. Der Autor hat viele meiner Fragen aufgegriffen, in größere Zusammenhänge gestellt. Vieles war neu für mich. Die ganzen Fragen um die Wirksamkeit der Mantren der Hochschule beschäftigen mich sehr. Die Dimension der Zerrissenheit der Anthroposophischen Gesellschaft war mir nicht bewusst, ich hatte mich immer mehr mit den Inhalten beschäftigt. Ja, es ist an der Zeit, auf Grundlage Steiners selbst zu denken, zu prüfen, zu forschen ... Die Verbindung „Christus - Denken - Ich“ ist mir durch dies Buch viel klarer geworden. Allerdings hatte ich gehofft, in dem Buch mehr über Judith von Halle zu erfahren.“ (Rolf Schneider)


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(man bekommt es mit einigem Glück noch antiquarisch) und ich möchte auch nicht, dass es wieder aufgelegt wird. Auch wenn nichts direkt falsch darinnen ist, so ist es doch insgesamt "veraltet" - alles, was ich selber als wertvoll darin empfinde, ist in meinen neuen Atlantis-Schriften aufgegangen, die einen völlig neuen "Griff" darstellen.